
Was ist mit “zero bullshit” gemeint?
fokus aufs wesentliche.
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die felgen
Fangen wir direkt mit einem der angenehmsten Vorteile unserer Felgen an: T3 (Tapeless Tubeless Technology).
Die PRO- und ELITE-Reihe ist standardmäßig mit einem geschlossenen Felgenbett ausgestattet. Das bedeutet 100 % Zuverlässigkeit in puncto Abdichtung – die wahrscheinlichste der drei potenziellen Problemquellen beim Tubeless-Betrieb entfällt: das geklebte Felgenband.
Unsere Felgen werden in hochspezialisierten Fabriken in Asien hergestellt – teils in denselben, die auch UCI-zertifizierte Laufräder für das Pro-Peloton fertigen.
Die PRO- und ELITE-Felgen werden mit modernsten Carbon-Layup-Verfahren produziert und sind außergewöhnlich leicht bei gleichzeitig extrem hoher Stabilität. Die Produkte werden regelmäßig auf Belastung geprüft und entsprechen allen gängigen Sicherheitsstandards.
Die Felgenprofile sind sorgfältig auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmt. Aerodynamische Performance, Maulweite und Gewicht sind drei Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen. Unser Ziel war es, für jedes Modell das Optimum herauszukitzeln und gleichzeitig die Auswahl übersichtlich zu halten.Fürs Finish haben wir uns für ein Verfahren entschieden, das Free Coating Manufacturing heißt. Die Felgen kommen direkt aus der Form, ohne zusätzliche Lackierung. Das bedeutet, es entsteht kein zusätzlicher Feinstaub durch Abschleifen – wie es bei mattem oder glänzendem Lack nötig wäre – und es müssen keine zusätzlichen Chemikalien wie Lacke und Lösungsmittel verwendet werden.
Zu guter Letzt: Die Logos sind gelasert, anstatt mit Aufklebern aufgebracht.
In der Summe ist das alles umweltverträglicher als herkömmliche Herstellungsmethoden.
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die naben
Wir haben uns für die Aikon-Serie auf zwei unserer bevorzugten Nabenhersteller konzentriert: Carbon-Ti aus Italien und Erase Components aus Belgien.
Es gibt viele Gründe dafür. Am allerwichtigsten sind für uns die hohe Fertigungsqualität und die konstruktionsbedingten Eigenschaften. Beide Hersteller fräsen die Nabenkörper in-house in Europa und montieren sie anschließend in ihren Werken. Auch das Eloxieren findet vor Ort statt, wodurch eine gleichbleibend hohe Qualität und wiederholbare Farbschemata sichergestellt werden.
Beide Hersteller verwenden hochwertige Lager (SKF und TPI). Der Service ist bei beiden relativ einfach durchzuführen, und wir bieten für beide optional Keramiklager-Upgrades an.
Einzig im Konzept des Freilaufs unterscheiden sich Carbon-Ti und Erase. Carbon-Ti setzt auf ein Sperrklinkensystem mit 56 Eingriffspunkten (6,4° Eingriffswinkel), während Erase ein 36-Zahn-Ratchet-System mit Titan-Freilaufkörper verwendet (10º Eingriffswinkel).
Bei den Berd-Speichen nutzen wir die Erase-Hakenflansch-Naben. Diese ermöglichen einen besonders schnellen Aufbau eines Berd-Laufrads und senken somit die Kosten. Noch wichtiger ist jedoch, dass sie für eine bessere Stabilität und Langlebigkeit bei der Nutzung von Polymerfaserspeichen sorgen.
Für unsere Serie nutzen wir größtenteils Straightpull Naben mit Centerlock Disc-Aufnahme. Als Custom Laufradbauer sind wir jedoch was das anbelangt eher agnostisch und wissen auch klassische Flanschnaben (J-Bend) und 6-bolt IS Bremscheibenaufnahmen zu schätzen. Straightpull bietet ein paar Vorteile im Aufbau des Laufrades (macht sich preislich bemerkbar) und in der Wartung im Falle einer gebrochenen Speiche). -
die speichen
Für unsere Laufräder mit Stahlspeichen haben wir uns für Alpina Raggi aus Italien entschieden. Während das Unternehmen im Moto-Bereich eine Institution ist, geriet es im Fahrradsektor in den letzten Jahren leider etwas in Vergessenheit.
Sowohl die Extralite- als auch die Hyperlite-Speichen sind exzellente Stahlspeichen – letztere zudem extrem leicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit.
In der ELITE-Reihe bieten wir neben Polymerfaserspeichen von BERD auch Carbonfaserspeichen von Nextie an.
BERD ist der Erfinder dieses Systems und setzt – im Gegensatz zu vielen Nachahmern – auf reguläre Nippel, Naben und Felgenbohrungen. Dadurch sind die Speichen mit einer Vielzahl von Komponenten kompatibel, und man vermeidet die Sackgasse proprietärer Lösungen.
Diese Technologie konnte im vergangenen Jahr endlich die verdienten sportlichen Erfolge feiern: zweimal olympisches Gold in Tokio 2024 in der Kategorie XCO (Mountainbike).Im Gelände sind diese Speichen unschlagbar – sie kombinieren hohe seitliche Steifigkeit mit exzellenter vertikaler Dämpfung. Zudem sind die Nippel konstruktionsbedingt deutlich weniger anfällig für Ermüdungserscheinungen, und auch die Speichen selbst halten länger. Im Offroad-Betrieb ist die Gefahr, dass sich ein Fremdkörper zwischen den Speichen verfängt, deutlich höher als auf der Straße. Während das bei Stahlspeichen oft zu verbogenen oder gebrochenen Speichen führt, verformt sich eine Berd-Speiche aus Dyneema-Faser lediglich und kehrt anschließend in ihre Ursprungsform zurück – ohne bleibende Schäden. Dank ihrer höheren Zugfestigkeit als Stahl reißt sie auch nicht.
Für den Einsatz auf der Straße können wir in der ELITE-Serie mit gutem Gewissen die Aero-Carbonspeiche von Nextie empfehlen. Unser langjähriger Partner im Laufradbau hat mehrere Produkte in diesem Segment entwickelt, und wir halten die CS06 für unsere Zwecke für die sinnvollste Wahl.Sie ist flügelförmig gestaltet und dadurch extrem aerodynamisch. Dank ihres Titangewindes besteht keine Gefahr galvanischer Korrosion an Aluminium-Nippeln. Das bedeutet, dass man bedenkenlos Gewicht sparen und gleichzeitig Farbakzente setzen kann.
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die nippel
Galvanische Korrosion tritt auf, wenn zwei unterschiedliche Metalle (z. B. Aluminium und Stahl) in einem elektrisch leitenden Medium (z. B. Wasser oder Schweiß) in Kontakt stehen und eine elektrochemische Reaktion auslösen. Dabei wirkt das unedlere Metall als Anode und korrodiert schneller, während das edlere Metall (z. B. Stahl oder Titan) als Kathode geschützt bleibt. In Verbindung mit Carbon kann das Problem verstärkt auftreten, da Carbon elektrisch leitfähig ist und wie eine Kathode wirken kann, wodurch Aluminiumteile (z. B. Nippel oder Speichengewinde) beschleunigt korrodieren. Dies kann zu Materialversagen führen, weshalb bei Carbonlaufrädern oft spezielle Beschichtungen, Titan-Gewinde oder Messingnippel verwendet werden, um galvanische Korrosion zu verhindern.
Wir setzen daher bei Nippeln konsequent auf Langlebigkeit und bevorzugen daher bei der Kombination mit Stahlspeichen oder Speichen mit Stahlgewinde (BERD) die Verwendung von Messingnippeln. Dabei setzen wir auf die SapimPolyax SILS, die mit einem mechanischen Self-Locking-System ausgestattet sind.Einzig bei Carbonspeichen mit Titangewinde verwenden wir Aluminium-Nippel – ebenfalls von Sapim. Diese sind nicht nur die robustesten, die wir kennen, sondern überzeugen auch in den farbigen Eloxal-Varianten mit geringerer Neigung zu galvanischer Korrosion.